In der Region unterwegs
Jenseits der Stadt
Sie haben nun auch die letzte Etappe auf der Rundreise durch die Königsstädte Marokkos abgeschlossen – fast zumindest. Bevor Ihnen auf der nächsten Seite noch ein kurzes Quiz die wichtigsten Inhalte des Kurses in Erinnerung ruft, haben wir noch ein paar ausgewählte Tipps für Sie. Denn wie jede Stadt in Marokko, hat auch Menkes jenseits ihrer Grenzen allerhand zu bieten. Viel Spaß!
Moulay Idriss Zerhoun
Ungefähr zwanzig Kilometer nördlich von Meknes, auf dem felsigen Berggipfel, der sich über dem Tal des Oued Erroumane und der Ebene der antiken römischen Stadt Volubilis erhebt, beherbergt das ruhige Städtchen Moulay Idriss das Mausoleum des Begründers der Idrissiden-Dynastie. Dieser Mann, der aus Arabien kam, um die heimischen Berbervölker zum Islam zu bekehren, zieht Jahr für Jahr im August tausende Pilger an.
Der mittlere Atlas bezaubert durch seinen natürlichen Reichtum, seine atemberaubenden Landschaften, seine Tier- und Pflanzenwelt.
Die unermesslichen Zedernwälder wechseln sich ab mit grünen Tälern, Seen und Quellen.
Wer den Sport, die unendlichen Weiten, die Natur und Outdoor-Spaß liebt, wird Mühe haben, sich zwischen Wandern oder Reiten, dem Trekking, dem Mountainbiking oder dem Fischen zu entscheiden.
Im Herzen der Berge können Sie den längsten Fluss Marokkos, den Oum Er-Rbia entdecken, der seinen Anfang in 40 Kilometer Entfernung von Khenifra nimmt. Der Mittlere Atlas beherbergt auf mittlerer Höhe kleine Städtchen in typischem Berberstil.
Volubilis – Ein Kleinod der Geschichte
Volubilis liegt auf dem Ausläufer des Bergmassives Zerhoun. Diese Stadt hat ihren Namen vom Berber-Wort Oualili erhalten, eine Bezeichnung für die bunt blühenden Windengewächse, die es in der Region in Fülle gibt.
Volubilis wurde 1997 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen und stellt mit 18 Hektar die größte Ausgrabungsstätte Marokkos dar, die für Besucher geöffnet ist. Die Stätte verdankt ihre Berühmtheit den zahlreichen Mosaiken, die die antiken Wohnstätten zieren.
El Hajeb
Die Stadt El Hajeb wird von Nordosten nach Südwesten von einer Linie Felsen durchquert, die die Stadt in zwei Teile teilt. Von der Höhe dieser Felsen schweift der Blick über die Ebene von Saïss. Am Fuß der Felsen in den alten Stadtvierteln unweit der Markthalle befinden sich Höhlen.
In der Region gibt es viele Trinkwasserquellen, von denen einige mitten im Herzen der Stadt und in einem schönen öffentlichen Park fließen, der direkt am Felsen liegt. Die Region ist auch wegen ihrer Grotten berühmt. Der Eingang zu einer dieser Grotten, der von der Straße aus gut sichtbar ist, erinnert an den offenen Rachen eines Löwen. Die Felsen von El Hajeb sind ein sehr schönes Ausflugsziel.
Ifrane
Ifrane liegt auf einer Höhe von 1.650 Metern und wird wegen seines europäischen Baustils – steinerne Chalets mit schrägen Dächern aus roten Dachziegeln – auch die „marokkanische Schweiz“ genannt. Mit seinen breiten grünen Alleen vermittelt das Bergstädtchen den Eindruck einer Landschaft in Savoyen. Ob Sie das Wandern, das Forellenfischen, die Jagd auf das rote Rebhuhn oder auf Wildschweine mögen, Sie werden die Ruhe und die Schönheit der Natur zu schätzen wissen. Die Fans des Skisports genießen den Winter auf den Hängen nicht weit der Skistationen Michlifen auf 2.036 Metern und Jbel Hébri auf 2.104 Metern, je 17 und 27 Kilometer südlich von Ifrane.
Azrou
Die Stadt Azrou beherbergt ein Kunsthandwerkszentrum, das für seine Arbeiten aus Zedernholz und die Teppichweberei der Stämme Bni-M’gild bekannt ist. Man kann auch die Kasbah besuchen, eine Festung, die während der Regierungszeit von Moulay Ismail erbaut wurde. Die Stadt ist auch durch die Lachsforellenzucht berühmt geworden. Die Lachsforelle kann man hier frisch oder geräuchert genießen.
Die Faszination der Wüste
Marokko ist nicht umsonst auch als das Land der Dünen bekannt. In seinen ausgedehnten Wüstengebieten bilden sich Sanddünen, die die marokkanische Landschaft so einzigartig machen. Die Wüste ist hier ein gewaltiges Gebiet, in dem es viel zu entdecken gibt. Einige ausgewählte Tipps.